English version Anderes - Palm Pilot

Palm IIIeJaja, seit Oktober 2000 hat es mich auch erwischt. Ich bin im Palm-Fieber. Deshalb habe ich mir auch nach langen Überlegungen endlich einen zugelegt. Allerdings nur den kleinsten zur Zeit verfügbaren, nämlich den Palm IIIe.

Und weil mir diese kleinen Wunderwerke so gut gefallen, widme ich ihnen hier eine Seite. Falls Du Dich auch mit dem Gedanken trägst, Dir so ein Teil zuzulegen und nicht weißt, ob es das wirklich bringt, oder wenn Du einfach nur wissen willst, was so ein Palm ist und kann, dann empfehle ich Dir, weiterzulesen.

Die Hardware

Hier die Innereien meines Palms:

Wie ich aber schon erwähnt hatte, ist das ja sozusagen nur die Minimalausstattung, bei besseren Modellen gab es zu dieser Zeit noch:

Heutzutage klingt das alles natürlich ein wenig lächerlich, wenn man bedenkt, dass die Geräte zu multimedia Maschinen mutiert sind, die man auf die verschiedensten Wege in ein Netzwerk integriern kann.

Die Software

Hier wird es ja erst richtig interessant, denn was den Palm meiner Meinung nach so genial macht, ist seine Anwendungsvielfalt, durch viele tausend verfügbare Programme, die auf allen PalmOS Geräten lauffähig sind.

Standardmäßig ist der Palm natürlich mit einem Terminverwalter und einem elektronischen Adressbuch ausgestattet. Dazu gibt es noch ein Tool, um wichtige Aufgaben im Blick zu behalten und einen Notitzblock für alles, was sonst noch wichtig ist. Dann gibt es noch ein Mailprogramm, daß sich mit vielen Windows-Mailern synchronisieren lässt. Und wer Seine Kosten im Blick behalten möchte, kann auf die elektronische Finanzverwaltung zurückgreifen. Ach ja, einen Taschenrechner gibt es auch noch.

Doch so ist der Palm wirklich noch etwas mager ausgestattet. Aus der weiten Palette der verfügbaren Software hier ein Auszug: Zeichensoftware, bessere Rechner, Datenbanken, Spiele, elektronische Bücher,... Doch richtig gut (wenn auch noch etwas teuer) wird es mit einem Handy mit IR-Schnittstelle. Dann kann man im Internet surfen mit extra Palm-Browsern, News lesen, oder einfach nur eMails verschicken/empfangen.
Für die Programmierer unter uns: man kann sich Anwendungen natürlich auch selbst schreiben. Dafür gibt es einen C-Compiler, der auf dem Palm selbst läuft, oder man kann, z.B. unter Linux auch eigene Anwendungen palmgerecht entwickeln.

Die Bedienung

Das speziell für den Palm entwickelte PalmOS lässt sich wirklich sehr leicht bedienen, da es sehr intiutiv ist. Allen, denen ich den Palm mal kurz in die Hand gegeben habe, konnten ihn sofort bedienen. Von der Stabilität des Systems her, muß ich sagen, daß es besseres, aber auch schlechteres gibt. Ich würde es mal irgendwo zwischen Linux und Windows ansiedeln. Doch man bemerkt recht schnell, welche Software man sich lieber nicht draufspielen sollte, wenn man den Reset-Knopf (kein Datenverlußt!) nicht zu oft bemühen möchte.
Doch am interessantesten wird es bei der Eingabe. So ein kleines Gerät kann natürlich keine ausgewachsene Tastatur haben. Deshalb setzen die Entwickler auf zwei Systeme: Zum einen kann man sich eine kleine Tastatur auf dem Bildschirm einblenden lassen, auf der man dann mit dem Stift recht flott tippen kann. Doch wer das richtige Palm-feeling haben möchte, sollte auf diese Methode verzichten und die extra eingebaute Schreibfläche benutzen. Hier kann man alle Buchstaben in einer druckschriftnahen Form einfach hinschreiben. Mit etwas Übung (bei mir nach ca. 3 Wochen) kann man damit auch relativ schnell und sicher schreiben. Dies hat gegenüber der ersten Methode zwei Vorteile: 1. Es sieht "cool" aus. 2. Man kann dann sogar blind schreiben und muß nicht lange auf der Minitastatur zielen.

Was es sonst noch zu sagen gibt

Wenn Du die Schreibfläche intensiv nutzt, wirst Du Dir vielleicht wünschen, sie irgendwie vor Abnutzungserscheinungen zu schützen zu. Dafür gibt es einen ganz einfachen Trick: Scotch produziert ein spezielles Klebeband: Scotch ablösbar, Nr. 11269. Das klebt man einfach über die Schreibfläche und schon kann's unbeschwert weitergehen. Dadurch wird die Oberfläche auch gleich etwas griffiger. Mir kam das am Anfang auch irgendwie komisch "laut" vor, aber man gewöhnt sich daran gut, so daß ich es jetzt nicht mehr missen möchte.

Vielleicht willst Du ja auch nicht so gerne Batterien zum Betrieb verwenden. Ich habe in meinem Palm deshalb zur Zeit NiCd-Micro-Akkus mit 200 mAh drin. Die halten je nach Gebrauch (ich lese während den Fahrten zur Uni immer recht viel auf dem Palm) zwischen dri und fünf Tagen. Mich stört es nicht, die so oft aufladen zu müssen, aber das muß jeder selbst entscheiden. Trotzdem habe ich mir von Conrad 700 mAh NiMH-Akkus geholt. Mit denen komme ich jetzt leicht drei Wochen über die Runden. Ach ja, man muß keine Angst vor Datenverlußt haben, man wird rechzeitig gewarnt und selbst wenn der Strom nicht mehr zum Einschalten der Gerätes reicht, für den Speicher reicht es allemal noch.

Ich habe wirklich einige Zeit gebraucht, um mit dem Palm eine PPP-Verbindung zu Linux über Infrarot aufbauen zu können. Schließlich habe ich es aber geschaft und möchte hier kurz schreiben, wie man's machen muß:

  1. IR-Unterstützung in den Kernel kompilieren, den irmanager installieren und starten (bei Redhat Paket irda-utils)
  2. als root "mknod /dev/irnine c 161 0" ausführen
  3. beim Palm: Einstellungen - Verbindung - IR an PC/Handheld
  4. Bearbeiten: Methode auf IrCOMM an PC
  5. Details: Geschwindigkeit auf 115.200 und Flußkontrolle auf Automatisch
  6. beim Palm: Einstellungen - Netzwerk - Dienst: Unix
  7. Benutzer und Kennwort sind nicht wichtig
  8. Verbindung: IR an PC/Handheld
  9. Details: Verbindungstyp auf PPP und IP-Adresse beliebig wählen, z.B. 192.168.1.2
  10. Script: gleich im obersten Feld "Ende" wählen, also damit das Script praktisch löschen
  11. als root: "pppd /dev/irnine 115200 192.168.1.1:192.168.1.2 passive silent noauth local nodetach", wobei 192.168.1.1 in diesem Bsp. die IP des Linux-Rechners und 192.168.1.2 die IP des Palms wäre
  12. beim Palm: Einstellungen - Netzwerk - Verbinden

Das müsste es dann eigentlich gewesen sein. Sollte es dennoch Probleme geben, versuche ich gerne weiterzuhelfen.

In meinem Downloadbereich kannst Du mehrere Sammlungen von Software, die ich einsetzte herunterladen.

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Letzte Änderung dieser Seite: Aug 18, 2003